Leseverstehen 2Satz 50
Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben 6–10. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen ein.
Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben 6–10. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen ein.
Demo: Fortschritt wird nicht gespeichert
Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in österreichischen Unternehmen?
In den letzten Jahren setzen immer mehr österreichische Unternehmen auf gesellschaftliche Verantwortung. Zog man anfangs dazu eher Experten von außen heran, so gründet man jetzt lieber eine eigene Abteilung, die sich mit dem Fachgebiet der Nachhaltigkeit befasst. Ausgewählte Personen, die zuerst in entsprechende Fortbildungsprogramme eingebunden werden, sind im Anschluss für nachhaltige Projekte zuständig und werden ausdrücklich dazu aufgefordert, ihr Wissen an die Kollegen weiterzugeben. Da es sich bei dieser Kursänderung also nicht nur um eine Strategie der Führungsspitze handelt, sondern jeder Einzelne im Team eigenverantwortlich seinen Beitrag dazu leistet, werden soziales Engagement, das Nutzen regionaler Ressourcen sowie Umweltbewusstsein systematisch in den Betrieb integriert.
Nachhaltiges Handeln hat zunächst unmittelbare Auswirkungen auf die Mobilität. War es vor einigen Jahren noch übliche Praxis, bedenkenlos einen Flug zu buchen, um beruflich motivierte Termine wahrzunehmen, so ändert sich das gerade grundlegend.
Immer mehr Unternehmen setzen auf Videokonferenzen und virtuelle Treffen. Ist eine körperliche Anwesenheit tatsächlich nötig, entsenden sie ihre Mitarbeiter bei überschaubaren Strecken mit der Bahn. Zudem arbeiten Unternehmen auch an Konzepten für den täglichen Arbeitsweg ihrer Mitarbeiter. Beispielsweise wird durch die Erstellung von Mitfahrplänen, die anzeigen, welcher Kollege zu einem bestimmten Zeitpunkt eine definierte Strecke fährt, die Bildung von Fahrgemeinschaften erleichtert. Schließlich gelingt es auch, das Personal durch die Bereitstellung von Dienstfahrrädern oder Tickets für öffentliche Verkehrsmittel hin zu umweltfreundlichen Mobilitätsentscheidungen zu lenken.
Mit dem Fortschreiten der Technik zeichnet sich ein Wandel zum papierlosen Büro ab. Selbst Verträge können bereits rechtsgültig digital unterschrieben werden. Allerdings ist es ein Irrglaube, dass durch E-Mails keine Schadstoffe freigesetzt werden. Auf den Arbeitsplätzen nachhaltiger Unternehmen greift man deshalb öfter zum Telefon oder geht einfach ins Büro nebenan, um dienstliche Angelegenheiten persönlich zu besprechen.
Trotz des Umstiegs auf elektronische Dokumente verzeichnet Österreich in puncto Papierverbrauch eine leichte Tendenz nach oben. Derzeit liegt dieser bei etwa 250 Kilogramm pro Kopf und Jahr – was aus ökologischer Sicht bedenklich ist. Umso bedenklicher ist es, wenn man überlegt, wie viele enorme Mengen an Ressourcen bei der Erzeugung verbraucht werden. Der wichtigste Faktor, mit dem der Einsatz von Papier reguliert und verringert werden kann, ist immer noch die Verwendung von Altpapier. Dieses System funktioniert in Österreich relativ gut: Dank eines Sammelbewusstseins wird eine Altpapier-Rücklaufquote von rund 50 % erreicht.
Das Nachhaltigkeitsprinzip kann man problemlos auch auf den Einkauf von Büromaterialien anwenden. Dieser Bereich wird von Unternehmen noch vernachlässigt, zu wenig Bedeutung misst man ihm bislang bei. Dabei sollte gerade bei solchen stets im Einsatz befindlichen Produkten genau darauf geachtet werden, aus welchen Materialien sie gefertigt bzw. welcher Art die Inhaltsstoffe sind. Durch die Bereitstellung umweltgerechter Schreibutensilien können Dienstgeber vermeiden, dass ihre Angestellten bei der Arbeit mit gefährlichen und teilweise sogar giftigen Schadstoffen in Berührung kommen. Nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Produkten gibt es etwa für Kugelschreiber, Textmarker oder Filzstifte. Diese werden immer häufiger mit Tinte auf wasserlöslicher Basis befüllt und belasten somit die Umwelt wesentlich weniger. Auch die Stifte selbst sind bereits zum Teil aus biologisch abbaubarem Material gefertigt, womit sich die Abfallmengen reduzieren lassen. Diese Produkte sind zudem deutlich langlebiger als herkömmliche Schreibwaren, wodurch das häufig angeführte Gegenargument – der großzügig bemessene Preis – eindeutig widerlegt wird.
Der Gedanke der Nachhaltigkeit darf sich jedoch nicht nur auf Umweltfragen beschränken. Allzu lange blieb die soziale Komponente völlig unterbewertet, ein Randthema, worüber man gelegentlich diskutierte. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen Aspekt, der in jeden Bereich der Ökologie und Ökonomie hineinwirkt. Für Arbeitgeber rückt die Thematik der sozialen Nachhaltigkeit oftmals nur dann stärker in den Blickpunkt, wenn es einen Fachkräftemangel zu beklagen gibt und Anreize geschaffen werden müssen, um die Attraktivität der ausgeschriebenen Stellen zu erhöhen. Unternehmen, die ihre Verantwortung ernst nehmen, pflegen aber jederzeit einen besonders achtsamen Umgang mit ihren Mitarbeitern und gewährleisten sowohl zwischen Geschlechtern als auch Generationen Einkommensgerechtigkeit und Fairness sowie Arbeitsplatzsicherheit und Transparenz.
Nachhaltigkeit im Unternehmen soll erreicht werden, indem
Im Bereich der nachhaltigen Mobilität
Nachhaltige Büroartikel
In Österreich
Soziale Nachhaltigkeit
0 von 5 beantwortet